Kommende Ausstellung

Liliane Tomasko – Bridge

22.11.2026 – 11.02.2027

Die 1967 in Zürich geborene Liliane Tomasko absolvierte ihre künstlerische Ausbildung am Royal College of Art in London, wo sie mit einem Masterabschluss 1998 abschloss. Seitdem erkundet sie mit ihrer gestisch-abstrakten Malerei Kartografien des Unbewussten und reflektiert darin gleichermaßen innere Zustände ebenso wie räumliche Erfahrungen.

Wie vieles in Tomaskos Œuvre wirken auch die Arbeiten gänzlich abstrakt, weisen aber tiefe und verworrene Verbindungen zwischen den Bild- und Erzählwelten auf. Größere Formen, die an Figuren erinnern, kommen und verschwinden, zersplittern und kommen vor dem geistigen Auge wieder zusammen. Das Werk ist geprägt von ihrem langjährigen Interesse an Mythologien, insbesondere an Erzählungen von Gleichgewicht und Gerechtigkeit sowie dem antiken Konzept des Wiegens der Seele. Tomaskos Auseinandersetzung mit Form, Farbe und Gestalt und den tiefgreifenden emotionalen Resonanzen, die sie hervorrufen können, wird in einer neuen Serie von Arbeiten auf Papier fortgesetzt. Jede einzelne bietet ein scheinbar unharmonisches Geflecht aus Farben und Linien, das sich wie ein dichterer Kontrapunkt zur expansiven Dualität von Diptychen entfaltet. Die klassische Bildform des Diptychons nutzt Tomasko vermehrt, unterstreicht so einmal mehr eine Erweiterung emotionaler Resonanzräume. Eine Lesart ihrer Werke gibt sie nicht vor, sondern überlässt es den Betrachtenden sich darin zu verlieren oder zu finden.

Sie formuliert 2024 selbst: „Wo würde sich das Unterbewusstsein befinden? Und wie verhält sich ein so intensiv innerer Organismus zur Außenwelt? Als Brücke zwischen den beiden Standorten; zwischen Innen und Außen? Meine gesamte Arbeit ist eine Vermittlung genau dieses Themas, und die große Frage ist in gewisser Weise nicht, wer oder was wir sind, sondern wo wir wohnen, wo ist unser Ort?“

Liliane Tomaskos Werke befinden sich in den ständigen Sammlungen des Albertina Museums, Wien, Österreich; der Collection du Conseil Départemental du Var, Toulon, Frankreich; der Hilti Art Foundation, Schaan, Liechtenstein; der Hugh Lane Gallery, Dublin, Irland; des IVAM – Institut Valencià d’Art Modern, Valencia, Spanien; der K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Deutschland; des Kistefos Museums, Jevnaker, Norwegen; des Kunstmuseums Bern, Bern, Schweiz; der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe, Deutschland; der Staatlichen Graphischen Sammlung, München, Deutschland; der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München, Deutschland; und des Modern Art Museum of Fort Worth, Fort Worth, Texas, USA, sowie weiterer Institutionen und Museen in den USA und weltweit.
Für die Einzelausstellung The Conundrum of the Organically Angular im Maison La Roche in Paris, Frankreich (2025), einem von Le Corbusier erbauten Haus, untersuchte Tomasko die Durchlässigkeit unserer inneren und äußeren Welten mit ihrer Gemäldeserie Shapeshifter, ganz im Sinne von Le Corbusiers Maxime: „L’intérieur et l’extérieur sont un tout.“

Die Ausstellung im Ludwig Museum Koblenz präsentiert neueste Gemälde, aber auch einen eigenen Korpus an Arbeiten auf Papier.

 

Liliane Tomasko, Chilled to the bone, 2024

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